WILD SIDE... Die offizielle Homepage zum Film. Hier finden Sie alle Informationen über die Darsteller, den Regisseur. Weiterhin Trailer in verschiedenen Grössen, Wallpapers, Infos, News, Pressebilder und viel Mehr.

Keywords: pro fun media pro-fun media gmbh wild-side der film kino Willst Du mein Leben verändern?Zwischennotizen Inhalt In Lou Reeds Klassiker „Take a walk on the wild side" konnte ich meinen Film sehr schnell wieder finden, bezieht sich der Text doch, mal abgesehen von dem eindeutigen Bezug auf Drogen, auch auf die Gesellschaft, auf Menschen, die nicht in das übliche Denkmuster passen. Sie bilden für sich eine eigene Gesellschaftsform mit dem Mut zum Anderssein, das Überdenken der männlichen Identität, um genau das dann auch auszuleben, als wäre es nichts, worüber man sich aufregen müsste Regisseur Sébastien Lifshitz) Inhalt Der Straßenstrich in Paris. Stéphanie arbeitet hier als Transsexuelle. Es ist kalt, die schnelle Nummer in einem schnellen Leben. Emotionslos und ohne wirkliche Zukunft. Die Nacht ist ihr Tag, ihr monotones Dahinleben kann Stéphanie nur selten durchbrechen. Wenn, dann geht sie tanzen, unternimmt ausgelassen was mit ihren Freunden. Aber meistens steht sie mit Djamel auf ihrem Balkon. Djamel arbeitet als Stricher. Auf der Bahnhofstoilette bedient er Frauen und Männer, immer auf der Suche nach dem schnellen Geld und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Sie rauchen und schauen auf das glitzernde Paris. Schweigend genießen sie dann die Nacht. Eines Abends lernt Stéphanie Mikhail kennen, ein gestrandeter Soldat mit traumatischen Erfahrungen aus dem Tchetschenien Krieg. Sie ahnen beide, dass sie sich ähnlich sind und brauchen nicht viele Worte, um sich zu verständigen. Einfache Momente des Gefühls und der Geborgenheit verbinden beide. Dann ein Anruf. Stéphanies Mutter ist krank und braucht Hilfe. Und alle drei machen sich auf in den Norden von Frankreich, in die raue und karge Landschaft, erdrückend und weitläufig zugleich. Hier war Stéphanie Pierre und verbrachte 15 Jahre ihres Lebens als unbeschwerter Junge in dieser einsamen Gegend. Als sie gemeinsam mit ihrer Mutter aus dem Krankenwagen aussteigt setzt die Erinnerung ein. Zweifelhafte Gefühle steigen in ihr auf. Hier war sie Kind, spielte unbekümmert mit dem Vater und der Schwester, bis sie eines Tages nicht mehr gemeinsam über die Felder toben konnten. Und bis Stéphanie wusste, dass sie im falschen Körper geboren wurde. Das hat ihre Mutter ihr nie verziehen und auch jetzt, in den letzten Tagen ihres Lebens sieht sie Stéphanie und sehnt sich nach ihrem Sohn Pierre, dem kleinen Jungen, den sich der Vater so sehr wünschte. Beide ahnen es: Ein letztes Mal in diesem Leben haben sie die Möglichkeit, sich zu erklären. Und während Stéphanie um Verständnis für ihre Entscheidungen kämpft, sind Djamel und Mikhail an ihrer Seite. Auch sie sind an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. Mikhail durchlebt den Krieg mit seinen schrecklichen Erlebnissen noch einmal und findet kaum den Kontakt zu seiner Familie in Russland. Djamel erlebt zwar Stéphanie und Mikhail als seine Familie, sehnt sich trotzdem nach Anerkennung und in den Schoß seiner richtigen Familie, die ihn verstoßen hat. So bewegt sich der Film voran, blendet immer wieder zurück, genauso wie seine Figuren immer wieder innehalten, weil sie ahnen, dass die Zukunft ungewiss ist, ja dass das Leben ihnen aus den Händen zu gleiten scheint. Ich möchte den Film nicht nur auf das Thema Transsexualität reduzieren. Auch Homosexualität ist nicht das, was „Wild Side" aufgreifen will. Ich schneide diese Themen nur an, weil es zu den Personen gehört. Gleich zu Anfang habe ich Stéphanie nackt gezeigt. So wusste der Zuschauer schon vorher Bescheid und konnte sich auf andere Dinge konzentrieren, als darauf zu warten, wie nun eine Transsexuelle aussieht. Gerade in der Charakterzeichnung von Stéphanie musste ich mich von der Transsexualität entfernen, um mich ihrer Person nähern zu können. Ich wollte sie hautnah sehen. Sie ist mysteriös mit eindeutig männlichen und weiblichen Elementen. Diese Mischung fand ich verstörend und anzieh und zugleich und gerade diese Aura trägt die Geschichte in ihren wesentlichen Elementen. Für mich persönlich übrigens war Stéphanie immer eine Frau. Stab Sébastien Lifshitz (Regisseur) „Wild Side" ist der dritte Spielfilm von Sébastien Lifshitz. Geboren 1968 in Paris studierte er dort fünf Jahre Kunstgeschichte und arbeitete als Assistent mit der bekannten Fotografin Suzanne Lafont zusammen. 1994 führte er erstmals Regie in einem Kurzfilm. Zwei Jahre später gelang ihm der Einstieg ins Filmgeschäft mit einer Regieassistenz bei Claire Denis. Mit „Come undone" gelang Lifshitz der nationale und internationale Durchbruch, eine schwule Sommerkomödie, die in Frankreich ein großer Kinoerfolg wurde. 2002 drehte er das Dokudrama „The Crossing" die Geschichte eines Mannes auf der Suche nach seinem Vater, den er niemals zuvor gesehen hatte. Mit diesem Film wurde er im gleichen Jahr zu den Internationalen Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. Agnès Godard (Kamera) ist die gefragteste und erfolgreichste Kamerafrau des heutigen französischen Films. Bekannt wurde sie durch die Zusammenarbeit mit Claire Denis und hier besonders durch den Film „Nenette et Boni". Schon früh machte sie auf sich aufmerksam, denn ihre Zusammenarbeit mit berühmten Regisseuren wie Wim Wenders, Peter Greenaway und Alain Resnais legte den Grundstein für ihren eigenen künstlerischen Erfolg. Jocelyn Pook (Musik) ist ein Multitalent. Sie ist Musikerin, Komponistin, Produzentin und sie experimentiert leidenschaftlich mit den neuesten technischen Entwicklungen in der Musiktechnologie. Pook war Gründerin der Popgruppe „The Communards", die sehr erfolgreich in den späten achtziger Jahren ihre Karriere begann, und arrangierte Aufnahmen für PJ Harvey, Paul Weller, Nick Cave und Peter Gabriel. Parallel entwickelt sie sich als Musikerin weiter, komponiert für Fernsehen und Theater. Einer ihrer größten Erfolge sind ihre Kompositionen zu Stanley Kubricks „Eyes Wide Shut". Zusammen mit meiner Kamerafrau Agnès Godard habe ich die Figuren immer ganz nah filmen wollen. Ich wollte ihr Innerstes erreichen. Dabei überschritten wir oft die Grenzen des traditionellen Filmens. Das Fiktionale wollte ich so oft es ging aus dem Drehbuch entfernen, um Stéphanie, Djamel und Mikhail einfach und ungezwungen agieren zu lassen. So konnten wir bald nicht mehr zwischen Charakter und Schauspieler unterscheiden, denn alle drei brachten ihre Erfahrung und Erlebnisse ein, gerade dadurch, weil wir sie in ihrer Rolle auch immer ein wenig leben lassen konnten. (Regisseur Sébastien Lifshitz) Cast Stéphanie Stéphanie Michelini Mikhail Edouard Nikitine Djamel Yasmine Belmadi Die Mutter Josiane Stoleru Produzent Gilles Sandoz Drehbuch Sébasien Lifshitz und Stephane Bouquet Schnitt Stéphanie Mahet Musik Jocelyn Pook Ton Yolande Decarsin Sound-Mix Cyril Holtz Szenenbild Roseanna Sacco-Colas Produktionsleitung Olivier Guerbois Stéphanie Michelini ist ein zurückgezogen lebender Mensch. Schüchtern und ein wenig geheimnisvoll. Sehr schnell und plötzlich kann sie in ihre Einsamkeit fliehen und so musste ich ihr immer wieder versichern, dass sie gehen kann, wann immer sie will. Ich glaube, gerade diese Einstellung von mir hat ihr die nötige Sicherheit gegeben. Und am Ende, die letzte Szene im Zug, die war auch die letzte Szene für sie. Die Gefühle, die Tränen, der Abschied von Familie, Kindheit und den Dreharbeiten, das alles vereinigte sich in dieser Einstellung. Ein unglaubliches Erlebnis für mich und die gesamte Crew. Credits Eine Französisch-Belgische Co-Produktion in Zusammenarbeit mit Zephyr Films, Y.C. Aligator Film, Arte France Cinéma, AB3 mit Beteiligung von Canal+ und Ciné Cinéma mit Unterstützung von Centre National de la Cinematographie, Centre du Cinema et de L'audiovisuel de la Communaute Française de Belgiqu und Teledistributeurs Wallons, Conseil Regional de Picardie, Programme Media de la Communauté Européenne Erscheinungsjahr: 2004 Herstellungsland: Frankreich Lauflänge: 94 Min. Format: 35mm, cinemascope 2:2,35 Franz. OF m. dt. UT Im Verleih der PRO-FUN MEDIA GmbH Frankfurt am Main Deutschland preise auszeichnungen 54. internationale filmfestspiele berlin berlinale teddy award bester spielfilm kinodisposition pressebeterung: Hr. Michael Höfner Postfach 64 01 34 10047 Berlin Tel.: 030 - 850 786 38 Fax: 030 - 859 34 23 E-Mail: filmverleih@pro-fun.de Werbeunterlagen in digitaler Form: Design - George Dare Rödelheimer Landstr. 13 A 60487 Frankfurt am Main Tel.: 069 - 70 76 77 - 40 Fax: 069 - 70 76 77 - 11 E-Mail: g.dare@pro-fun.de www.wildside-derfilm.de